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Open-Access-Repositorien in Bewegung. Zu ihrer Funktion, Aufgabe und Rolle.
Entstanden sind Repositorien als Preprint-Server, um neue Forschungsergebnisse schnell, noch vor deren Veröffentlichungen in der eigenen Disziplin zu zirkulieren. Später bedienten Repositorien im Wesentlichen den Grünen Open Access, stellten also Publikationen nachträglich im offenen Zugang bereit, die ansonsten schlechter verfügbar wären. Mit dem empirisch erbrachten Nachweis, dass Publikationen in Open-Access-Repositorien besser im Netz gefunden werden als bspw. auf Verlagsservern verfügbare Veröffentlichungen, wurde die Archivierung auch von bereits (im offenen Zugang) publizierten Volltexten auf Repositorien interessant. Die DFG verpflichtet im Rahmen des Open-Access-Publikationskostenprogramms dazu. Spätestens seit der Wendung zu Diamond Open Access rücken Repositorien und Dokumentenserver als publizierende Infrastrukturen in den Blick, sie wandeln sich vom Archiv zum verlagsähnlichen System. Mit online-Dissertationen besteht schon lange ein (Metadatenaustausch-)System zur Dissemination von Open-Access-Publikationen.
Es gibt institutionelle und fachliche Publikationsserver und solche, die sich an keine bestimmte Disziplin richten, dafür aber die Möglichkeit bieten, spezifische Communities zu bilden. Technische und rechtliche Neuerungen führten über die Jahre zu wesentlichen Anpassungen der Server. Waren zahlreiche – wenn nicht die meisten – Repositorien zunächst eigene Softwareentwicklungen, so bedienten sich die Betreiber später frei verfügbarer Software mit den notwendigen Schnittstellen für den Datenaustausch. Wurden in den meisten Fällen PDF und auch (Power-Point-Präsentationen) PPP archiviert, so beschäftigt sich die Open-Science-Community zunehmend mit der Archivierung anderer Publikationsformate wie z.B. Videos, Podcasts oder Blogs.
Die voranschreitende Open-Access-Entwicklung und der wissenschaftspolitisch geforderte Diamond Open Access offenbart den Wunsch, das Publikationswesen konsequenter in die Hände der Wissenschaftler*innen selbst zu legen. Alle im Publikationsprozess beteiligten Stakeholder (Autor*innen, Verlage, Händler, Bibliotheken) ändern ihre Rollen und Funktionen. Neue Kooperationen und Netzwerke werden gebildet. Welche Aufgaben und Funktionen kommen jetzt und zukünftig den Repositorien zu? Welche Rolle geben sie sich selbst? Welche Herausforderungen und Veränderungen und welche Kooperationen streben sie an? Wie gestalten Repositorienbetreiber das Open-Access-Publizieren für ihre Disziplin, ihre Nutzer*innen, ihre Communities mit? Mit welchen Mitteln und in welcher Rolle bieten sie ihren „Nutzenden“ was an? Mit wem kooperieren sie zu welchem Zweck?
Diesen Fragen gehen wir in dieser Werkstatt nach. Dazu gibt es Impulsvorträge von Servern aus den USA, Norwegen und Deutschland. Die Veranstaltung findet daher in englischer Sprache statt, Fragen und Redebeiträge in deutscher Sprache sind aber immer möglich.
Datum: 18.06.2026
Uhrzeit: 16.00-17.30 Uhr
Eine Anmeldung für die Werkstatt ist nicht erforderlich. Sie können/Ihr könnt über den folgenden Link teilnehmen:
https://uni-due.zoom-x.de/j/63831520872?pwd=ZAIRIl461KVmmbSnLh82rM6g7dbZI4.1
Meeting-ID: 638 3152 0872
Kenncode: 348964
Wir freuen uns auf Ihre/Eure Teilnahme!