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"Wir wollen unseren Austausch intensivieren und uns daher einmal im Monat zu Werkstatt-Gesprächen treffen."

Bericht zum Community Treffen am 08.07.2021

Das Community Meeting am 08. Juli stand ganz im Zeichen künftiger, verstärkter Zusammenarbeit der einzelnen, bei ENABLE! engagierten Akteursgruppen.
So konnten wir mit den Vertreter*innen der BMBF-Projekte OAPenz & AuROA, dem Projekt OPERAS-GER, der UB Leipzig und dem Fachinformationsdienst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft neue Interessenten begrüßen.

Zu Beginn erfolgt der angekündigte Bericht des Übergangssteuerungsgremium zu dem aktuellen Stand des Organisationsentwicklungsprozesses. Ausgangspunkt war die Überlegung, Governance-Strukturen für ENABLE! zu etablieren, um die Belange der Community zu bündeln, besser zu strukturieren und voranzubringen. Eine wesentliche Anforderung an solche Strukturen ist ihre Verwurzelung in und ihre Anerkennung durch die Community.

Den Kern des bisherigen OE-Prozesses bildeten neben vor- und nachbereitenden Reflektionen und Diskussionen drei jeweils halbtägige Intensiv-Workshops im Mai 2021 mit dem Übergangssteuerungsgremium und zwei professionellen Organisationsentwicklerinnen der Uni Bielefeld.

In diesen Workshops wurden folgende Fragen bearbeitet:

  1. Wofür brauchen wir Organisationstrukturen?
  2. Welche Ressourcen sind in der Community vorhanden, um sie zu verstetigen und zu erweitern?
  3. Wie kann eine Struktur für ENABLE! aussehen?

Die zentralen Ergebnisse aus diesen Workshops lassen sich wie folgt zusammenfassen: Gemeinsame Ziele sind da, aber das Was – Wer – Wie bleibt bisher ungeklärt. Diese Werte müssen in Richtung Handlung konkretisiert werden und zwar unter der Herausforderung, die vielfältigen Interessen beizubehalten. Es ist hilfreich, sich besser kennenzulernen, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, denn unsere Ziele lassen sich nur gemeinsam erreichen. Dabei müssen vorhandene Differenzen offen thematisiert, Unterschiede anerkannt und schrittweise ausgeräumt werden. Gleichzeitig braucht es Mut zur Aufrechterhaltung differenzierter Positionen.

Basierend auf den erarbeiteten und diskutierten Punkten wurde folgender Strukturenwurf vorgeschlagen: Angelehnt an das Holacracy-Modell werden aus dem Plenum der Community-Mitglieder thematische und/oder stakeholderbezogene Kreise gebildet (als Pendant zu den jetzigen AGs). Diese arbeiten selbstbestimmt und bestimmen demokratisch eine/n Repräsentant*in. Diese Repräsentant*innen aus allen Kreisen bilden den Super-Kreis oder Circle (als Pendant zum jetzigen Steuerungsgremium). Die Mitglieder des Super-Kreises treffen sich regelmäßig und tauschen sich über den Fortgang der Arbeit der Kreise sowie über alle damit zusammenhängenden Themen und Probleme aus.

Diese basisdemokratische Form braucht Zeit, sich zu entwickeln, aber auch Stetigkeit und einen regelmäßigen Austausch, um in einen gemeinsamen Arbeitsmodus zu finden. Dafür (und zum besseren Kennenlernen und Ausbilden der angesprochenen Kreise) wird es unverbindliche, zwanglose Gesprächsrunden an jedem zweiten Donnerstag im Monat ab 16 Uhr geben, die von verschiedenen Personen thematisch vorbereitet und begleitet werden. Durch die thematische und personelle Verbindung mit einem Teil der BMBF-geförderten Open-Access-Projekte, bieten sich diese als Startpunkt und Impulsgeber dafür an.

Das Vorgehen wurde von den beteiligten ENABLE!-Mitgliedern befürwortet und soll sukzessive umgesetzt werden.

Als Einstieg in das neue Format präsentierte das Projekt "AuROA – Autor:innen und Rechtssicherheit für Open Access" zentrale Ergebnisse ihres ersten Stakeholder-Workshops. Im Mittelpunkt des Workshops standen die Interessen, Wünsche und Sorgen von Buchhandel, Verlagen, Bibliotheken, Forschenden, Lehrenden sowie Autor*innen beim Thema Open Access Publizieren in den sozial- und geisteswissenschaftlichen Verlagen. Diese sollen in die Entwicklung der Musterverträge mit einfließen. Ausgearbeitet wurden daher sogenannte Pain Points der jeweiligen Gruppe und Anforderungen an den noch zu erstellenden Leistungskatalog über die Bedarfe und Optionen bei einer Open-Access-Publikation. Zu diesen Anforderungen gehören u.a. die Berücksichtigung von Fachspezifika und Publikationskultur, Sichtbarkeit, Klarheit über Finanzierungsoptionen, Metadaten-Mindestqualität und Langzeitarchivierung.  

Das nächste ENABLE!-Werkstatt-Gespräch findet am 09.09. von 16-17.30 Uhr statt und wird von dem Projekt "TOAA – Transformationsbezogene Open-Access-Ansätze" gestaltet.
Die Zugangsdaten werden vorher rechtzeitig bekannt gegeben.